Wanderung zur Falkenburg

Am 4. August trafen sich Mitglieder des Heimatvereins Blomberg und einige weitere Interessierte bei bestem Wanderwetter am "Hirschsprung" in Berlebeck, um zur Falkenburg zu wandern. Unter fachkundiger Führung des Historikers Frank Huismann wurde die Ruine erkundet. Die Falkenburg ist eine klassische mittelalterliche Höhenburg mit Ringmauer, Bergfried, Palas und Burgkapelle. Sie wurde ab 1192 von den Edelherren Bernhard II. und Hermann II. zur Lippe am Übergang über den Teutoburger Wald erbaut und gilt damit als "Wiege Lippes". Die imposante Höhenburg war mit vier Toren gesichert und wurde mehrfach belagert, aber nie eingenommen. Nach einem Brand 1453 wurde die Anlage noch bis 1526 bewohnt, geriet dann in Verfall und ist heute Ruine.

Unser letzter Besuch auf der Falkenburg liegt inzwischen sechs Jahre zurück. Seit Beginn der Grabungen 2005 sind die Forschungs- und Wiederherstellungsarbeiten weit vorangeschritten - die Ruine ist wieder als imposantes Bauwerk wahrnehmbar. Frank Huismann erläuterte die wesentlichen Teile der Burganlage: die Vorburg mit den früheren Wirtschaftsgebäuden, die Hauptburg mit der eindrucksvollen Ringmauer und dem Bergfried (Hauptturm). Hier befinden sich die Ruinen des Palas (Hauptwohnbau der Burg) und mehrer Wohngebäude von Burgmannen (Rittern mit ihren Familien), die die Besatzung der Burg bildeten. Die ergrabenen Mauerreste wurden soweit wieder aufgemauert, dass sie gegen die Witterung geschützt und wieder deutlich sichtbar sind. Nach der hochinteressanten Führung wanderten wir durch den Wald zurück zum Hirschsprung, wo wir uns bei Kaffee und Eis stärken konnten.
                                                                                                                                             Heinrich Stiewe



Die Ruine Falkenburg ist wieder eindrucksvoll als Höhenburg erlebbar


Frank Huismann erläutert den Teilnehmern die Burganlage


Ringmauer und zweites Tor,
im Hintergrund ein Abortschacht


Tor zur Hauptburg, die noch von einem Baukran beherrscht wird


Heimatfreunde im Gespräch


Erläuterungen im früheren Palas, der 1453 abbrannte


Blick vom Eingang des Palas zum Bergfried

 


Erklärungen aus "schwindelnder Höhe"

 


Abschluss: Kaffee im "Hirschsprung"

Fotos: H. Stiewe

Nachtrag: (29.09.2012):  Vor ca. 4 Wochen (kurz nach der Besichtigung der Falkenburgruine ?) wurde vom Grabungsteam der Burgbrunnen gefunden. Am äußersten Rand der Vorburg wurden rund behauene Steine gefunden, die mit Sicherheit zu einem Burgbrunnen gehören. Woher das Wasser für diesen Brunnen kam und wie tief er noch ins Erdreich hineingeht, müssen weitere Forschungen ergeben.

  Foto: F. Storkebaum


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