26.10.
  CREDO – 
Christianisierung Europas im Mittelalter“




Am Samstag, dem 26. Oktober fuhren 14 interessierte Personen nach Paderborn, um sich die höchst interessante Ausstellung "CREDO - Christianisierung Europas im Mittelalter" anzusehen.

Im Kurzführer zur Ausstellung ist zu lesen: "Diese Ausstellung veranschaulicht, wie das Christentum nach Europa kam und sich dort in den verschiedenen Ländern, insbesondere in Nord- und Osteuropa ausbreitete. Dabei werden die wichtigsten Etappen und kulturellen Veränderungen dieses etwa 1000 Jahre umfassenden, vielschichtigen Prozesses thematisiert: von der Verbreitung des Christentums im Römischen Reich, der Christianisierung Galliens, Irlands und der Angelsachsen bis hin zur Bekehrung Skandinaviens, Polens und er Mission im Baltikum."


Unter fachkundiger Führung von Herrn Rohde (Foto links) wurde uns der in Oberägyten auf Papyrus geschriebene Brief des Paulus an die Römer gezeigt und erläutert. U.a. ist darin zu lesen: " Ist Gott für uns, wer ist dann gegen uns? Er hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben..."



"Für die Verbreitung des christlichen Glaubens war vor allem ein Anhänger Jesu ganz entscheidend: der Apostel Paulus, dessen Briefe in den Kanon des Neuen Testaments aufgenommen wurden. Nachdem Kaiser Theodosius I. (347-395) im Jahr 380 das Christentum zur Staatsreligion erhoben hatte, wurde der heilige Siricius (um 334-399) 384 Bischof von Rom, der sich "papa", also Papst, nannte." (Quelle: Kurzführer zur Ausstellung)

Die Ausbreitung des Christentums nahm nun in Europa seinen Lauf.


In der Kaiserpfalz wird die Christianisierung insbesondere durch Karl den Großen und Otto dem Großen anschaulich dargestellt.

"In der Paderborner Kaiserpfalz hielt Karl der Große im Jahr 777 den ersten fränkischen Reichstag auf sächsischem Boden ab, zu dem er die tributpflichtigen Sachsen bestellte, und bei dem er auch über die Missionierung der Sachsen - seine "Mission durch das Schwert" - entschied." (Quelle: Kurzführer zur Ausstellung)

"Die mit äußerster Härte geführten Auseinandersetzungen und die sich zum widersprechenden Missionsvorstellungen der Herrscher und ihrer Ratgeber werden im Museum in der Kaiserpfalz verdeutlicht und unter anderem anhand von Kriegsgerät, Kaiser- und Papsturkunden sowie wertvollen Handschriften. Auch friedliche Missionsinitiativen, wie durch den Pommernapostel Otto von Bamberg, christliche Orden und byzantinische Missionare erhalten Rum in der Ausstellung und belegen die vielfältigen Ansätze zur Verbreitung des Christentums. Slawische Idole und beeindruckende Kulturgegenstände aus den Regionen Osteuropas ermöglichen Einblicke in die uns fremden Lebenswelten und Glaubensvorstellungen der Slawen und geben Auskunft über ihre Gottheiten." 

                                       
(Quelle: Faltblatt zur CREDO-Ausstellung).                                                                      Fotos: F. Storkebaum und E. Oerder; Text : E. Oerder


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