11. Juli 2015 : 

Besuch der Hansestadt Lüneburg 

 Am Samstag um 8 Uhr startete unser Heimatverein zu seinem diesjährigen Tagesausflug.
   

 

Über 35 Personen hatten sich angemeldet, auch aus den Nachbargemeinden kamen Teilnehmer. 

Bei herrlichem Wetter genossen wir die alte Stadt Lüneburg. Hier einige Fotoimpressionen.

       

Die erste Station unserer Exkursion war das Salzmuseum.

Weltruf erlangte Lüneburg seit über 1000 Jahren durch seine Salzgewinnung und den Handel damit.

 

 

 

Um 1600
Alle Familien in Lüneburg siedeten in Heimarbeit Salzsohle zur Salzgewinnung.

Um 1900
wurde die Salzgewinnung außerhalb der Stadtmauer industriell betrieben.

 

Salz wird für viele Produkte als Grundstoff gebraucht. 
Nur ein sehr kleiner Teil wird in der  Lebensmittelbranche benötigt.



Es gibt in Deutschland sehr viele Salzlagerstätten. Lüneburg hatte den Vorteil, dass die Sohle mit 26% Salzgehalt direkt an die Oberfläche kam.

Später wurde bis 1980 Salz in großen Mengen industriell gefördert, bis die Heizkosten wegen des hohen Ölpreises  eine Gewinnung nicht mehr zuließen.

Wir hatten leider wenig Zeit, um all die vielen Schautafeln zu lesen, auch die alten Nebengebäude mit den Originalgeräten konnten wir nicht mehr ansehen, da das Essen vorbestellt war.

(Die alten Salzgefäße kamen uns aus Jugendtagen bekannt vor!)

 

In nur einer Stunde hatten wir unser bestelltes Essen gefasst, kamen aber trotzdem noch zu spät zum Rathaus, wo zwei Stadtführerinnen  schon warteten.

Dann begann der Rundgang durch Lüneburg in zwei Gruppen

Das Rathaus ist eines der größten in Deutschland. Es ist reich verziert und wird heute noch für die Verwaltung genutzt.

Die Wetterfahne ist vergoldet.

Rechts noch eine vergoldete Gruppe : Michael tötet den Drachen.

Leider hatte der Künstler keinen Drachen als Vorbild gesehen, der abgebildete Drache ähnelt eher einem Hund, wie schon Kinder bemerken.

 

 

 

Direkt neben dem Rathaus befindet sich das Heinehaus. 

Hier wohnten vier Jahre die Eltern von Heinrich Heine.

Der Dichter soll sich aber auch häufig in Lüneburg aufgehalten haben. 
(einem Ort der Langeweile!)

 

Hier eine Wohnanlage mit reichlich Verzierungen.

Auch im hinteren Teil der Anlage viele 
Idyllische Plätzchen.

Größten teils sind heute städtische Einrichtung untergebracht.

 

Weiter ging es durch viele Gassen. Viele Häuser sind durch den Salzabbau im Untergrund und durch Auswaschungen im Laufe der Jahre abgesackt. Zwei Kirchen mussten im vorletzten Jahrhundert ganz abgerissen werden. Immer wieder gelingt es aber auch, die alten Häuser zu retten und zu stabilisieren um sie so der Nachwelt zu erhalten. Heute stehen 1.300 Backsteinhäuser unter Denkmalschutz.

Die alte Ratsapotheke

 

Eine schöne Haustür

                     

Beeindruckend auch das Brömsehaus, ein Patrizierbau mit typischen Backsteinverzierungen, teurer Inneneinrichtungen und schönem Garten. Es wurde im Laufe der Zeit vielfach erweitert.

Zum Abschluss ging eine Gruppe  noch in das Hafengebiet

 

             

Der alte Kran ist wie in Danzig ein Anziehungspunkt in Lüneburg. 
Wir konnten auch einen kurzen Blick in das Innere werfen 
mit dem großen Tretrad.

 


Lüneburg ist eine Reise wert!

 Aber bei einer Busan-  und Abfahrt von 6 1/2 Stunden ist ein Aufenthalt von 5 1/2 Stunden einfach zu kurz. Schade, dass wir zu wenig Zeit hatten, um  alles in Ruhe anzusehen. Auch das anschließende Kaffeetrinken fiel recht knapp aus. Wohlbehalten waren wir gegen 20.00 Uhr wieder in Blomberg. 


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