Am 4. März fand die diesjährige Hauptversammlung unseres Heimatvereins Blomberg statt.

 

Am Vorstandstisch Anke Horstschäfer als Schriftführerin, Willi K. Schirrmacher als Gast vom Lippischen Heimatbund und Erhard Oerder, unser erster Vorsitzender.

Neben Erhard Oerder unser Kassenwart, Uwe Feiert, stellvertretende Bürgermeisterin Ursula  Hahne -Eichhorn als Gast (und Kassenprüferin) und Dr. Heinrich Stiewe, stellvertretender Vorsitzender.

Nach Begrüßung durch Erhard  Oerder gab es  Grußworte vom Rat der Stadt und dem Vorstand des Lippischen Heimatbundes. Beide Vertreter betonten, wie wichtig heute der Heimatgedanke und die Arbeit der Heimatvereine ist.

 

Breiten Raum nahm der Rechenschaftsbericht unseres Vorstands ein. .Es waren viele Seiten zusammengekommen. Alle (fast alle!) Veranstaltungen des letzten Jahren wurden genannt und bewertet. Es ist schon bemerkenswert, wie viele Angebote es gab. Die meisten sind auch auf dieser Homepage beschrieben, aber auch an vielen Veranstaltungen andere Vereine nahmen Vertreter unseres Vereins teil.

Der Kassenbericht wurde von Uwe Feiert geliefert. Es sind ca. 6.000 € vorhanden. Einnahmen und Ausgaben glichen sind fast aus (ca.. 100€ Überschuss). Den größte Posten nahm die ganzjährige Lüneburgfahrt ein (ca. 1.100€), die Ausgaben wurden aber auch fast durch die Einnahmen gedeckt.

Der Kassenwart (und der Vorstand) wurden entlastet.  Herr Timo Broeker  als neuer Kassenprüfer (neben  Rudolf Schäfer) gewählt.

Die geplante Beitragserhöhung (20€ statt 15€ für Einzelmitglieder) wurden begründet und ohne Gegenstimmung zur Kenntnis genommen. Der Lippische Heimatbund wird die Erhöhung vermutlich auf seiner Hauptversammlung im Herbst in Detmold beschließen und ab 1.1.2017 tritt diese dann in Kraft. Unser Ortsverein wird auch davon profitieren, denn 7,40€ werden den Ortsvereinen gutgeschrieben!

 


Im Anschluss an den offiziellen Teil hielt Dr. H. Stiewe den angekündigten 
Vortrag mit Lichtbildern :

"Rot,  grau oder schwarz? Historische Farbigkeit im Fachwerkbau"

Dr. H. Stiewe kaufte das Haus Kirchstrasse 5, erforschte es und begann mit der Restaurierung.

Als der Giebel in rotbraun erstrahlte, wurde er von vielen Personen  angesprochen und musste sich rechtfertigen. Auch aus diesem Grund war der Vortrag von Ihm sehr nützlich.

Kurztext:

Fachwerkhäuser waren keineswegs immer schwarz oder braun und weiß gestrichen, wie wir sie heute kennen. Befunduntersuchungen zeigen, dass Fachwerkhölzer vielfach rot, grau, schwarz oder ockergelb gestrichen sein konnten – die Vergangenheit war viel bunter, als wir heute annehmen. An Beispielen aus Quedlinburg, Lemgo, Höxter oder auch Blomberg erläutert unser Mitglied Heinrich Stiewe die historische Farbigkeit von Fachwerkbauten.

 

 

Blomberg, Kirchstr. 5 vor und nach der Restaurierung

(oben aus dem Vortrag als Schnappschuss)

               

Rotes Fachwerk: Am Fachwerkhaus Kirchhofstraße 5 in Blomberg wurde die historische rote Farbigkeit der Zeit um 1840 nach Befunduntersuchungen wiederhergestellt. 

Unten als Originalfoto Dr.H.Stiewe

 

 

Fotos : Heimatverein Blomberg, Stiewe

 

 

 

 

Acht Farbschichten fand Nadine Behrmann auf dem Fachwerk, drei davon in rot!

         

Hier schon einige Schnappschüsse. 

Auch eine Möglichkeit, wenn durch größere Fenster und Türen das alte Fachwerk zerstückelt ist :

monochrome Farbgebung der verputzten Fassade

Jede Zeit ging anders mit der Überarbeitung der alten Fachwerkbauten um, angefangen hatte es mit naturbelassenem Balkenwerk, aber dann musste alle paar (hundert) Jahre zeitgemäß gestrichen werden!

Friedrich Storkebaum      


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