18. Juni 2016

Unser diesjähriger Ganztagesausflug führte uns 

in die Fachwerkstadt 

Hann. Münden 

Einzelheiten zu Hann. Münden kann man gut bei Wikipedia nachlesen. 

oder 

auf der Homepage von Hannoversch Münden.

Hier folgen einige Impressionen von unserer Fahrt.

Mit einem echten "Linienbus" der Firma Pollmann-Reisen mit dem Fahrer Josef Gröne  starteten wir pünktlich in Blomberg bei herrlichem Sonnenschein.

Die Führung vor Ort mit Frau Carla Küllmann-Pieper begann jedoch mit einem Regenschauer,

aber bald schien auch wieder die Sonne.

Hier gleich hinter der Stadtmauer die prächtige "Gast und Speise Wirtschaft" 
im "Bremer Handels Haus". 

Die Führung begann außerhalb der Stadtmauer am Kasseler und Bremer Schlagd. 
Mühlsteine waren Markenwaren in Hann. Münden wegen des harten Sandsteins.                      
Zur Anmerkung  1 )

 Aber auch kleinere Mühlsteine aus dem Rheinland wurden von den Römern um Christi Geburt herum nach Hann. Münden gebracht.

 

 

Stets grüßt vom anderen Fuldaufer der Tillyschanzenturm.

 

Das Bremer Handelshaus war ein geeignetes Objekt für die Einführung in die Fachwerksbauweise im frühen Weserraum.

Lange Standbalken und vorkragende Geschosse waren Kennzeichen der Zeit um 1500:
Zur Anmerkung 2)     


(
Text durch anklicken größer)

An vielen Stellen finden sich Hochwassermarken.

Ganz links die Marke am Bremer Handelshaus um 1799,
die anderen Marken am Rathaus.

Das schlimmste Hochwasser war 1342
(siehe  im Text links)

 

Fast unsere ganze Gruppe (insgesamt 24 Personen) lauschte der Stadtführerin.

Fachwerkhäuser, so weit das Auge reicht.

Je reicher ein Besitzer war, desto mehr 

XXX-Balken  wurden verbaut.

Hier ein noch nicht freigelegtes Fachwerkhaus.

Wir wurden auf viele kleine Schnitzwerke hingewiesen.

Die Hausmarke mit dem Anker verweist auf einen Weserschiffer, der im 18. Jahrhundert das Haus bewohnte.

Am Stubenerker von 1561 gibt es sogenannte Schiffskehlen mit Tauband-Schnitzereien, die an gedrehte Seile erinnern.

Man muss schon genau hinsehen, um die Einzelheiten zu entdecken (siehe rechts)

Zur Anmerkung 3)     

Mitten in der Stadt das Rathaus, wie so oft auf Reisen gerade eingerüstet.
Das alte gotische Rathaus war zu klein geworden, es wurde 1605 zu dem heutigen prächtigen Renaissancebau umgestaltet.       
Zur Anmerkung 4)

Herrlich der Schmuck im Portal.

Links (Elle) und rechts (Meter) die Eichstäbe am Portal. 
Man konnte dann mit zweierlei Maß messen.

(Zum Lesen das Textfeld anklicken)

   

Wie es der Zufall so will,. kam gerade Dr. Eisenbarth am Rathaus vorbei.

Um 17.00 Uhr spielte das Glockenspiel im Giebel.

Benachbarte Häuser waren mit hängenden Herzen geschmückt.

Hinter dem Rathaus die St. Blasius Kirche (von Norden)

Wasserspiele beleben die Innenstadt.

Im Hintergrund wieder die Tillyschanze, ein guter Ausblick 
vom Turm muss schön sein. Man sollte noch einmal in Ruhe wiederkommen, um auch diesen Rundblick zu genießen 
(und um die anderen Sehenswürdigkeiten anzusehen).

 

und von Süden gesehen.

Breiten Raum nahm die Erzählung über den Dr. Eisenbart ein. Das bekannte Spottlied wird ihm nicht gerecht. Er war damals ein anerkannter und hochgeschätzter Heiler. Er wurde in der St Ägidienkirche in einer eigenen  Gruft beigesetzt und bekam einen üppigen Grabstein.

Heute ist in der  Ägidienkirche ein Caffee untergebracht.

Wir sahen  kurz hinein, aber die meisten fühlten sich dort nicht wohl. Es ist schon makaber, wenn in einer Kirche im Altarraum anzügliche Bilder hängen, getrunken und gelacht wird, aber der ehemalige Kirchraum noch zu erkennen ist.
                                                                   Zur Anmerkung 5)

 

Auch "Einhörner" soll es der Sage nach in Hann. Münden gegeben haben. Kleine Steinplatten im Pflaster deuten darauf hin.

Narwale haben ein langes Einhorn. Das zu Pulver gemahlene Einhorn diente im Mittelalter als Arzneimittel.

Spaziergänge nach der offiziellen Führung führten zur Werra

 und

 dem Welfenschloss

Im dreißigjährigen Krieg wurden von 3.000 Einwohnern über 2.000 umgebracht.

Man kann von Glück sagen, dass keine Brandschatzung stattfand, so dass die älteren Häuser noch heute erhalten sind.

Im Barock danach war der Fachwerkbau 
wesentlich schlichter.

Zum Abschluss fanden wir uns auf dem Tanzwerder ein.

Hier kann man an Rundfahrten teilnehmen.

Beeindruckend die stattliche Linde am Weserstein

Seit 1899 steht der Weserstein am Zusammenfluss von Fulda und Werra. Generationen haben sich hier schon eingefunden und den Spruch gelesen. 

Die Werra mit der Salzfracht kommt von rechts, 
das Wasser mischt sich erst weiter flussabwärts in der Weser.

 

Und dann ging es mit dem "Linienbus" wieder Richtung Heimat.

Diesmal klappte es mit einem behindertengerechten Bus besser als sonst. Unser stellvertretender Vorsitzender brauchte nicht mit dem eigenen PKW hinter dem Bus herzufahren!

 

Ein Dank geht den Vorsitzenden 
Erhard Oerder!

Ein Ziel für das nächste Jahr ist schon ausgeguckt.

Es wäre schön, wenn sich dann einige Personen mehr anschließen könnten!

Fotos:  Fr. Storkebaum      


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