01. September 2016                        
         

Vortrag von 

                        Frank Meier




                            Lipper unterwegs
                     

                        Reisende zwischen 1800 und 1918



Hannelore Budde begrüßte in der Stadtbücherei 

Frank Meier.

Beide kennen sich seit langem. Frank Meier war Mitarbeiter bei dem Band "Unsere  Heimat Lippe", den jedes Grundschulkind in Lippe im 3. Schuljahr vom Lippischen Heimatbund geschenkt bekommt.

Frank Meier bedankte sich ebenfalls für die Einladung, ist er doch nicht gewohnt zu einer Lesung aus seinem 2013 erschienenen Buch eingeladen zu werden.

Ihm machte es aber sichtlich Freude, einzelne Passagen aus dem Buch vorzutragen, natürlich versehen mit zusätzlichen Kommentaren.

 

Das Buch ist vom 
Lippischen Heimatbund 
herausgegeben
 und für 19,80 Euro im Buchhandel
 erhältlich.

ISBN 978-3-940751-62-1




 

Die wichtigsten Gründe für Lipper, sich ab 1800 auf den Weg zu machen, waren:

Einsatz als Soldaten in fernen Ländern
 (Lippische Schützen in Kaunas, Litauen)

Auswanderung in die USA

Wanderarbeiter im Sommer
(Ziegler nach Friesland und Dänemark)

Künstler ins Ausland
(Bildungsreisen nach Paris)

Breiten Raum der Lesung nahm ein Bericht über 112 Langenholzhauser ein, die 1847 über Herford, Bremen in die USA wollten und über Kanada in Wisconsin landeten.

Links einen Leseprobe

(Durch einen Klick bekommen Sie eine vergrößerte Ansicht) 

Aus  einem alten Buch 

"Der Dorfjunge" 

las Frank Meier Erlebnisse von 
Töns Heinrich Wendt
Er musste kurz nach der Konfirmation 
mit anderen Zieglern zum Ziegelstreichen 
nach Dänemark, wo selbst am Sonntag, 
wegen des vermeintlich kommenden Regens
 die Ziegel unbedingt ins Trockene bewegt werden mussten.

Ida Gerhardi 

aus Detmold wollte um die Jahrhundertwende Malerin werden. In Deutschland war es jedoch für Frauen verpönt, an einer Universität Malen zu studieren. In München konnte sie nur Nebensächlickteiten erlernen, so dass sie nach Paris siedelte.

Dort lebte sie im Künstlerviertel Montparnasse zeitgleich u.a. mit August Strindberg, Paul Gaugin, Paula Modersohn-Becker .

Käthe Kollwitz erwähnt Ida Gerhardi als Kollegin in ihren Lebenserinnerungen.

Ida Gerhardi ist in Detmold begraben.

                                                                   Rechts im Bild Ida Gerhardi.

In Paris durfte Gerhardi sogar Aktbilder malen (und als Dame Fahrrad fahren)

Ein Briefwechsel mit ihrer Schwester Elisabeth Gebhard in Detmold ist im Buch abgedruckt ( sehr lesenswert! )

Rechts ein Bild von 
Ida Gerhardi 
aus Paris.

Es gab schon einmal  Ausstellungen 2012 (Oldenburg und Lüdenscheid) und 2015/16(Aschaffenburg und Bielefeld  mit ihren Bildern.

Kenner meinen jedoch, Ida Gerhardi müsste noch richtig entdeckt  und mehr bekannt gemacht werden.

 
Frank Meier mit der Präsentation eines Ida Gerhardi Bildes


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